Peru, ein Alpaka für Christobal

Im November 2014 zeigte ARTE mehrmals den neuen Dokumentarfilm „Peru, ein Alpaka für Christobal„ der das Leben der peruanischen Q’eros schildert. Er wurde gedreht in dem Ort Paucartambo, einem Dorf im nördlichsten Zipfel des Departament Cuzco, das mit Guaracopalca vergleichbar ist. Geschildert wird das Leben eines Jungen, der neben der Schule die Alpaka-Herde seiner Familie hütet und zum Götti eines neugeborenen Alpakas wird. Der Film zeigt eindrücklich das Leben der Menschen im Dorf, die in der Hochebene der Anden seit Jahrhunderten leben. Er macht deutlich, dass auch die Q’ueros in Huaracopalca nicht Not leidende, wenig zivilisierte Peruaner sind, sondern ein Naturvolk, das bewusst in seinem Kulturkreis als Nachkommen der Inkas lebt und mit den Eigenheiten der Höhe, der Landschaft und der Tierzucht zu leben gelernt haben. Sie möchten ihre Ernährung verbessern und ihre Kinder gut ausbilden lassen, damit diese in der Stadt ein besseres Leben haben können. Sie wollen aber nicht diese Zivilisation zu sich holen, sondern ihre eigene Kultur frei halten von den Errungenschaften der „modernen Welt“. Sie träumen nicht von Elektrizität, fliessendem Wasser in jedem Haus, Radio und Fernsehen, sondern von einträglicher Alpakazucht, besserer Ernährung und erträglicherer Witterung. Damit alle Andemos!-Mitglieder den Film sehen konnten, trafen wir und am 30. Dezember bei Familie Wolf in Urdorf, sahen gemeinsam den aufgezeichneten Film und diskutierten ihn zum Jahresabschluss in gemütlicher Runde.